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Sachverständiger erstattet Gutachten über Zschäpe

18.01.2017 von

Nach wiederholten Verzögerungen hat der psychiatrische Gutachter im NSU-Prozess am Dienstag mit seinem mündlichen Bericht begonnen. Henning Saß ist vom Gericht beauftragt worden, Aussagen über die Gefährlichkeit Zschäpes und ihre Schuldfähigkeit zu treffen. Der 6. Strafsenat des Münchner Oberlandesgerichts wollte Saß eigentlich schon im Dezember aufrufen. Bis zuletzt scheiterte das aber an Bedenken und mehreren Anträgen der Verteidiger Zschäpes.

Im NSU-Prozess ist Zschäpe die Hauptangeklagte. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft an zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen vor. Fast alle dieser Taten sollen rassistisch motiviert gewesen sein. Zschäpe lebte fast 14 Jahre lang mit ihren mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt unentdeckt im Untergrund. Im November 2011 nahmen sich die beiden Männer nach einem gescheiterten Banküberfall das Leben.

Gutachter Saß erläuterte zunächst methodische Grundlagen seines Vortrags. Zu den Inhalten wollte er im Verlauf des Dienstagnachmittag kommen. Das Gutachten gilt als Zeichen für ein bevorstehendes Ende der Beweisaufnahme in dem seit bald vier Jahren dauernden Prozess.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Kneffel

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