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Polizist zum tödlichen Busunglück: Kind nicht angeschnallt

13.03.2017 von

Zum Zeitpunkt des Busunglücks auf der A4 bei Erfurt war das tödlich verunglückte Kind nach Aussagen eines Polizisten nicht angeschnallt. Das hätten ihm die Eltern gesagt, sagte der ermittelnde Beamter am Montag als Zeuge vor dem Schöffengericht in Weimar. Der vierjährige Junge habe auf zwei Sitzen rückwärts zur Fahrtrichtung gelegen, als der Bus am 30. Oktober 2015 auf der Autobahn eine Böschung hinauffuhr und umkippte. Laut Sitzplan habe das Kind einer Lehrerin eigentlich in Fahrtrichtung am Fenster sitzen sollen. Die Sitze gehörten zu einer Vierergruppe mit Tisch - nur durch ein eingebautes Modul getrennt vom Fahrer. Das Panoramafenster sei vollständig zerstört gewesen.

Der 37 Jahre alter Busfahrer ist wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt. Er soll mit überhöhter Geschwindigkeit einen Laster überholt haben. Alle anderen der mehr als 60 Businsassen wurden verletzt. Die Schüler aus Annaberg-Buchholz (Sachsen) waren auf der Heimfahrt von einer Sprachreise aus England.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / arifoto UG

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