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Polizei erhöht Fahndungsdruck auf Fußball-Randalierer

Dynamo-Fans randalieren vor dem Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dynamo-Fans randalieren vor dem Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Polizei erhöht den Fahndungsdruck im Zusammenhang mit den Krawallen am Rande des Fußballspiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München im Mai und sucht seit Sonntag öffentlich nach 20 Verdächtigen. Ihnen werde schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Ein Großteil der Verdächtigen soll mit Steinen und Flaschen geworfen haben.

In den vergangenen Monaten hat die Polizei bereits vier Mal nach je 20 Verdächtigen öffentlich gesucht. Laut Mitteilung vom Sonntag seien so bisher 67 Menschen mit Hilfe der veröffentlichten Fotos identifiziert worden.

Erste standen bereits vor Gericht. Im Juli etwa war ein erster Beschuldigter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Zuge eines beschleunigten Verfahrens verhängte ein Amtsrichter wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Widerstands und Beleidigung zehn Monate Freiheitsstrafe gegen den Dynamo-Anhänger. Die Dauer der Bewährung wurde auf drei Jahre festgelegt.

Die Ausschreitungen fanden nach dem Heimspiel des damaligen Drittligisten Dynamo Dresden gegen Türkgücü München statt. Wegen der Corona-Pandemie war kein Publikum im Rudolf-Harbig-Stadion erlaubt, jedoch fanden sich im nahe gelegenen Großen Garten mehrere Tausend Menschen zusammen, um den Aufstieg der Dresdner in die 2. Bundesliga zu feiern. Noch während des Spiels griffen gewaltbereite Fans die Polizisten massiv mit Pyrotechnik an.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH