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Mordfall Wunderlich: Lebenslänglich gefordert

Im Prozess zu einem Mord aus DDR-Zeit hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Zwickau eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Wegen der Möglichkeit einer geringeren Strafe soll DDR-Recht zur Anwendung kommen. In ihrem Plädoyer beantragte die Anklagevertretung zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, was eine vorzeitige Haftentlassung erschweren würde. Staatsanwältin Daniela Schramm begründete dies am Mittwoch damit, dass mehrere Mordmerkmale vorlägen und die Tat «rücksichtslos, brutal und bestialisch» gewesen sei.

Angeklagt ist ein 62-jähriger Mann aus Gera in Thüringen. Dem Frührentner wird zur Last gelegt, am 9. April 1987 die damals 18 Jahre alte Heike Wunderlich in einem Wald nahe Plauen im Vogtland vergewaltigt und erdrosselt zu haben.

Zum Auftakt des 39. Verhandlungstages hatte Helmut S. jede Schuld bestritten. «Nee, ich war das nicht», zitierten die Verteidiger ihren Mandanten. Der durch einen Schlaganfall eingeschränkte Angeklagte erklärte über seine Anwälte, das Opfer nicht gekannt zu haben. Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters bestätigte er die Richtigkeit der Angaben in der von seinen Anwälten verlesenen Erklärung.

Der Prozess wird mit den Plädoyers der Nebenklage am kommenden Montag fortgesetzt.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sebastian Kahnert