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Mordfall Wunderlich: Chefermittler sagt zu DNA-Spuren aus

16.01.2017 von

Im Prozess um den fast 30 Jahre zurückliegenden Mord an Heike Wunderlich hat am Montag der federführende Ermittler in dem Fall ausgesagt. Vor dem Landgericht Zwickau erläuterte der Kriminalpolizist Enrico Petzold, wie die Spuren vom Tatort mit dem Aufkommen der DNA-Analyse in mehreren Untersuchungsreihen seit 1999 immer wieder unter die Lupe genommen wurden. Demnach wurde erstmals 2001 eine unbekannte männliche DNA-Mischspur gefunden.

Diese Spur 29 führte schließlich im Frühjahr 2016 zu Helmut S. als mutmaßlichem Täter. Dem heute 61-Jährigen wird vorgeworfen, die damals 18 Jahre alte Frau nahe Plauen im Vogtland vergewaltigt und erdrosselt zu haben. Der Frührentner, der aufgrund eines Schlaganfalls nur eingeschränkt verhandlungsfähig ist, schweigt zu den Vorwürfen.

Petzold hatte den Fall Anfang 2001 übernommen und durch seine hartnäckige Ermittlungstätigkeit maßgeblich zur Aufklärung beigetragen. Dafür wurde er im November vom Bund der Kriminalbeamten Sachsen mit dem Paul-Koettig-Preis ausgezeichnet.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Steffen

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