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Mehr als 200 Beteiligte der Fußball-Krawalle identifiziert

Dynamofans randalieren am 16. Mai vor dem Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbil
Dynamofans randalieren am 16. Mai vor dem Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbil

Ein halbes Jahr nach den schweren Fußball-Krawallen in Dresden hat die Polizei 236 mutmaßliche Gewalttäter identifiziert. Die «Soko Hauptallee» gehe davon aus, noch in diesem Jahr eine dreistellige Anzahl an Verfahren zur Anklagereife zu bringen, teilte die Polizei am Montag mit. Insgesamt seien mehr als 600 Gewalttäter ausgemacht worden. Gegen alle Verdächtigen werde wegen schweren Landfriedensbruchs und anderer Straftaten ermittelt.

Der «weit überwiegende Teil» der mutmaßlichen Randalierer komme aus Dresden und dem Umland. Bis auf fünf Frauen handele es sich ausschließlich um Männer im Alter zwischen 15 und 69 Jahren. Gegen 103 Verdächtige sei ein Stadionverbot bei Dynamo Dresden angeregt worden.

In den vergangenen Monaten hatte die Polizei vier Plakate mit insgesamt 80 mutmaßlichen Randalierern veröffentlicht. Dazu seien 171 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. 67 der 80 Abgebildeten seien so identifiziert worden. Soko-Chef Enrico Lange kündigte an, dass weitere Fahndungsplakate folgen werden. «Wir werden bei unserer Ermittlungsarbeit nicht nachlassen. Unser Ziel ist es, alle Gewalttäter aus der Anonymität zu holen.»

Am 16. Mai hatten sich Tausende Menschen sich wegen des Aufstiegs von Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga versammelt. Hunderte gewaltbereite Fans griffen Polizisten mit Pyrotechnik an, zudem flogen Flaschen und Steine. Laut Polizei wurden 185 Beamte verletzt, sechs von ihnen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH