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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Mann erschossen: Schütze bestreitet Tötungsabsicht

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) hat der 74 Jahre alte Schütze vor Gericht eine Tötungsabsicht bestritten. Er habe spontan die Pistole Taurus 9 Millimeter aus seinem Waffenschrank geholt und geladen, um den Sohn seiner gestorbenen Lebenspartnerin zur Rede zu stellen, schilderte er am Donnerstag zum Prozessauftakt. Dem sei ein erbitterter Streit um das Erbe vorausgegangen, bei dem er sich tyrannisiert gefühlt habe. «Ich wollte nicht schießen, ich wollte nur drohen.» Doch dann sei er gestoßen worden und es habe sich der Schuss gelöst, sagte er. Die Waffe hatte er legal besessen.

Laut Anklage soll er an jenem Nachmittag Anfang März bewaffnet in das Wohnzimmer getreten und mit den Worten «André, jetzt bist du dran!» einen Schuss auf den Brustkorb des 41-Jährigen abgefeuert haben. Der Sohn seiner gestorbenen Partnerin starb noch am Tatort. Die Anklage lautet auf Totschlag. Das Landgericht Zwickau hat für den Prozess weitere Verhandlungstermine bis in den Oktober hinein geplant.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH