Der Sächsische Verfassungsgerichtshof bekommt eine neue Spitze. Nachdem Birgit Munz das Gericht mit Sitz in Leipzig 13 Jahre lang führte, folgt nun mit Matthias Grünberg ein Mann. Der 59-Jährige war am 10. Juni vom Landtag gewählt worden. 98 der 119 anwesenden Abgeordneten stimmten für den Vizepräsidenten des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes, 17 votierten mit Nein, und 4 Parlamentarier enthielten sich. Für die Wahl war eine Zwei-Drittel- Mehrheit erforderlich. Grünberg tritt sein Amt am Samstag an. Munz geht in den Ruhestand.
Grünberg stammt aus Mannheim. Er ließ sich zunächst zum Bankkaufmann ausbilden. Später studierte er in Freiburg und München Jura. 1991 promovierte er an der Universität Mannheim. Im gleichen Jahr wurde er Richter auf Probe und drei Jahre später Richter am Verwaltungsgericht Karlsruhe. 1996 ging er nach Sachsen und hatte hier Stationen als Richter am Verwaltungsgericht Dresden, am Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen sowie als Regierungsdirektor, Ministerialrat und Präsident des Sozialgerichtes Dresden. Seit 2008 war er Vizepräsident des OVG. Die Arbeit am Verfassungsgerichtshof ist Grünberg vertraut. Seit 2005 war er hier stellvertretendes Mitglied, seit 2007 Mitglied.