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Getötete 16-Jährige in Großröhrsdorf: Umstände weiter unklar

Das Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Das Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer 16-Jährigen in Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen) sind das Motiv und die Hintergründe der Tat weiter ungeklärt. Die Ermittlungen laufen auch nach Unterbringung des 15 Jahre alten Tatverdächtigen in der Psychiatrie weiter wegen Verdachts des Totschlags, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz am Mittwoch auf Anfrage sagte. Der Teenager habe sich bisher nicht geäußert.

Das Mädchen war am 15. September nach einem Hinweis schwer verletzt in einem Garagenkomplex der Kleinstadt östlich von Dresden gefunden worden. Sanitäter und Notärzte hatten sie reanimiert, sie starb aber im Krankenhaus - nach dem Obduktionsergebnis an Stichverletzungen. Gut eine Woche später war der Jugendliche festgenommen und sein Elternhaus war zwei Tage lang durchsucht worden.

Aufgrund dringenden Tatverdachts hatte die Staatsanwaltschaft Görlitz Haftantrag gestellt, ein Richter des Amtsgerichts Bautzen aber die Unterbringung in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses angeordnet. Die Hürden für eine Untersuchungshaft seien bei Beschuldigten diesen Alters «sehr hoch», erklärte der Staatsanwalt. Die Tat wiege jedoch schwer.

Der 15-Jährige und das Mädchen, das in einem nahen Dorf lebte, kannten sich aus der Oberschule, wo er in die Parallelklasse ging, und auch näher, wie es hieß. Die genaue Art ihrer Beziehung ist laut Staatsanwaltschaft ist noch nicht klar. Die Ermittler befragen Mitschüler, Freunde und Zeugen, sie werten Chats und anderes aus - auch daraufhin.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH