Ein Jahr nach dem Tod eines Dresdner Polizisten bei einem Einsatz bei Lauchhammer in Brandenburg wird ein Gedenkstein enthüllt. Er wird an der Stelle aufgestellt, an der der 32-jährige Maximilian Stoppa sein Leben verlor, wie die Dresdner Polizei mitteilte. Er wurde von einem örtlichen Steinmetz angefertigt und von den Ländern Brandenburg und Sachsen finanziert.
Die Dresdner Zivilstreife hatte am 7. Januar 2025 Autoschieber verfolgt. In Lauchhammer sollte das Fahrzeug gestoppt werden. Dazu wollte Stoppa einen Stop-Stick - eine Art Nagelgürtel - auslegen. Dabei sei er von dem Fahrer des Wagens, der die Fluchtroute der Autoschieber absichern sollte, angefahren worden, so die Ermittler. Der 32-jährige Oberkommissar starb noch vor Ort.
Schweigeminute bei Polizei Sachsen
Bei einer Gedenkveranstaltung (11.00 Uhr) in Lauchhammer erinnern die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), am Jahrestag an den Verstorbenen. Zentraler Punkt ist eine Schweigeminute, zu der auch Polizisten in ganz Sachsen per Rundspruch aufgefordert werden.
Der Todesfall hatte für große Bestürzung und viel Anteilnahme gesorgt. An einem Trauermarsch Ende Januar 2024 in Dresden - der Heimatstadt des Gestorbenen - nahmen mehr als 1.000 Kollegen sowie Kameraden der Feuerwehr teil. Zur Trauerfeier kamen neben Kretschmer und Woidke auch die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).
Der 27-jährige Angeklagten muss sich ab Mitte kommender Woche am Landgericht Cottbus verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord zur Verdeckung einer Straftat vor.
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