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Fußball-Krawalle in Dresden: Neuer Fahndungsaufruf

Eine Polizistin Blickt zu Passanten mit Masken. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Polizistin Blickt zu Passanten mit Masken. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Wegen der schweren Fußball-Krawalle vom Mai in Dresden wird öffentlich nach weiteren 20 Tatverdächtigen gefahndet. Die Männer stehen unter dem Verdacht des schweren Landfriedensbruchs und sollen an den Ausschreitungen maßgeblich beteiligt gewesen sein, auch Flaschen und Steine geworfen haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilten. Mit Bildern von ihnen aus Videoaufnahmen auf einem Fahndungsplakat sowie der Polizei-Homepage bittet die Soko «Hauptallee» um Mithilfe bei deren Identifizierung.

Im Nachgang der Ereignisse beim publikumsfreien Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) wurden bisher etwa 160 Tatverdächtige ermittelt, wie ein Polizeisprecher sagte. 33 sind identifiziert - die meisten stellten sich im Zuge der Fahndung. Fünf Männer sind in Untersuchungshaft, auch unter dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung. Aktuell werde nach insgesamt 27 Tatverdächtigen öffentlich gefahndet.

Am 16. Mai hatten sich Tausende Menschen im nahe gelegenen Großen Garten eingefunden, um den Aufstieg der Mannschaft in die 2. Bundesliga zu feiern. Hunderte gewaltbereite Fans griffen Polizisten mit Pyrotechnik an, zudem flogen Flaschen und Steine. 185 Beamte wurden verletzt, 30 waren zeitweise dienstunfähig und sechs im Krankenhaus. Die Polizei geht von insgesamt über 600 Tatverdächtigen aus.

Ein 34-Jähriger wurde bereits wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Widerstands und Beleidigung zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte zugegeben, einem Beamten aus vollem Lauf in den Rücken getreten zu haben - sowie Kopfstöße gegen zwei Polizisten, die ihn festnahmen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH