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Ein Jahr E-Akte: Arbeitsgericht Leipzig zieht Bilanz

Gut ein Jahr nach der Einführung der E-Akte zieht das Arbeitsgericht Leipzig eine gemischte Bilanz. Die Arbeit mit der elektronischen Akte habe zu einer spürbaren Mehrbelastung beim Personal geführt, teilte das Gericht am Freitag mit. «Formulare online auszufüllen oder zu signieren dauert deutlich länger, als das bei Papierakten der Fall war», sagte Gerichtssprecher Frank Liedtke. Positiv sei allerdings, dass das Gericht kaum noch Papier benötige und daher keine Probleme mit Lagerkapazitäten von Akten habe.

3300 Eingänge mit der E-Akte, von denen 2300 im neuen Verfahrensweg erledigt wurden, zählte das Gericht in dieser Zeit. Gerade am Anfang habe es oft technische Probleme gegeben, die Arbeitsabläufe zusätzlich behindert hätten, sagte Liedtke. Erschwerend seien die Corona-Einschränkungen hinzugekommen. «Aber selbst während des strengen Lockdowns kam es zu keinem Zeitpunkt zu größeren Einschränkungen der Rechtspflege am Arbeitsgericht Leipzig», heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Das Leipziger Gericht hatte als erstes Arbeitsgericht in Sachsen die E-Akte eingeführt. Mittlerweile wird diese auch in Chemnitz und am sächsischen Landesarbeitsgericht eingesetzt.

Pressemitteilung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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