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Berliner Wachpolizist sagt im NSU-Prozess aus

02.01.2017 von

Ein ehemaliger Berliner Wachpolizist soll heute als Zeuge im Münchner NSU-Prozess aussagen. Er soll am 7. Mai 2000 die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zusammen mit Uwe Mundlos in einem Café unmittelbar an der größten Synagoge Deutschlands im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gesehen haben. Das Gericht lud den Wachmann auf Antrag des Nebenklage-Anwalts Yavuz Narin. Dieser hatte seinen Antrag mit der Vermutung begründet, Zschäpe und Mundlos könnten damals ein Anschlagsziel des «Nationalsozialistischen Untergrunds» ausgespäht haben.

Darüber hinaus wird möglicherweise der Fall der 2001 im oberfränkischen Lichtenberg verschwundenen Peggy zum ersten Mal Thema im NSU-Prozess. Nebenklage-Anwalt Mehmet Daimagüler kündigte an, er plane dazu einen Antrag. In unmittelbarer Nähe der sterblichen Überreste Peggys war vor kurzem eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Mörders Uwe Böhnhardt entdeckt worden. 

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft bei zehn überwiegend fremdenfeindlich motivierten Morden vor, die Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos begangen haben sollen. 

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Matthias Schrader

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