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43-Jährige getötet: Angeklagter Bekannter schweigt noch

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. / Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. / Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 43-Jährigen in Leipzig hat ein wegen Mordes angeklagter Mann zu den Vorwürfen zunächst geschwiegen. Zum Auftakt der Verhandlung am Landgericht Leipzig kündigte der Verteidiger des 40-Jährigen am Freitag eine Einlassung für den 1. Juli an, wenn auch der psychiatrische Gutachter anwesend ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen vor, seine Bekannte heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet zu haben. Die beiden Deutschen hatten sich über das Internet kennengelernt und eine lockere Beziehung geführt. Als der Mann mehr wollte, wies ihn die 43-Jährige laut Anklage zurück. Zudem hatte sie eine Beziehung zu einem anderen Mann begonnen. «Dies stand ihr aus der Sicht des Angeklagten nicht zu», erläuterte Staatsanwalt Moritz Diekmann.

Einen Tag nach Weihnachten soll sich der Angeklagte unter dem Vorwand, ein klärendes Gespräch führen zu wollen, Zugang zur Wohnung der Frau verschafft haben. Dort habe er die 43-Jährige zu Boden geschlagen, sich auf deren Brustkorb gekniet und erwürgt, schilderte Diekmann. Das Opfer habe nicht mit einem Angriff rechnen können.

Das Landgericht hat weitere Verhandlungstermine bis Mitte Juli angesetzt.

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