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38-Jähriger wegen Tötung von Schwester vor Gericht

Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. / Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild
Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. / Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Zwei Männer sollen vor viereinhalb Jahren ihre Schwester in Dresden getötet haben. Die Brüder aus dem Irak sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt, das Landgericht Dresden verhandelt ab Mittwoch nur gegen einen 38-Jährigen. Dessen jüngerer Bruder muss sich derzeit in anderer Sache in Italien vor Gericht verantworten, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Den Brüdern wird vorgeworfen, die 22-Jährige bei einem Besuch am 14. Oktober 2017 in deren Wohnung heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen im Schlaf erstickt zu haben. Laut Anklage hatte sich die junge Frau von ihrem Mann getrennt und war zuvor mehrfach in Frauenhäuser geflüchtet.

Die Ermittlungen in dem Fall waren laut Staatsanwaltschaft kompliziert. Mangels sicherer Erkenntnisse zur Todesursache habe sich erst durch Zeugenbefragungen und Recherchen im Umfeld des Opfers ein Anfangsverdacht ergeben, sagte ein Sprecher. Seit Mitte Februar 2019 waren die zu dieser Zeit in Italien und Finnland lebenden Angeklagten wegen Mordes im Visier, im Juni 2021 wurden Europäische Haftbefehle erlassen.

Der 38-Jährige wurde am 1. Juli in Finnland festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert. Sein jüngerer Bruder wurde bisher nicht ausgeliefert. Das Landgericht Dresden trennte das Verfahren gegen den 30-Jährigen ab. Für den ersten Prozess in dem Fall sind insgesamt zehn Verhandlungstage bis Mitte Juli terminiert.

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