Ist eine Immobilie in Dresden eine echte Alternative zum Sparbuch? Ist es wirklich möglich für wenige hundert Euro im Monat zum Immobilieninvestor zu werden? Theoretisch ja, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Die Deutschen gelten als Sparweltmeister. Im Durchschnitt sollen sie rund 10 Prozent ihres monatlichen Einkommens zur Seite legen. Laut Statista sollen rund 30 Prozent der Deutschen mindestens bis zu 200 Euro im Monat sparen. Dabei sind die Deutschen nach wie vor weniger risikofreudig als andere Nationen. Das Sparbuch war 2019 mit 45 Prozent noch immer die beliebteste Form der Geldanlage, gefolgt vom zinsarmen Girokonto. Rund 15 Prozent der Deutschen investieren direkt oder indirekt in Aktien.
Ein Bereich, der immer beliebter bei Sparern wird, ist das Immobilien-Investment. Rund 22 Prozent (vgl. Statista) gaben an, hier ihr Geld anzulegen. Diese Anlage erfolgt entweder in Form von selbstgenutzten Immobilien oder Sparer treten als Investoren auf, indem sie vermietete Wohnungen in Städten wie Dresden kaufen. Das interessante daran ist, dass sich die Wohnung zu einem Großteil selbst finanziert. Der monatliche Sparanteil, also das Geld, was man zusätzlich in die Immobilien investieren müsste, kann je nach Lage der Wohnung weniger als die oben benannten 200 Euro betragen. Im Internet findet man immer wieder Anzeigen von Immobilienmaklern, die mit derartigen Angeboten werben. Doch ist es wirklich so einfach?
Es ist nicht unüblich, dass nach 25 Jahren das Dach oder das Rohrleitungssystem erneuert werden muss. Für solche Maßnahmen sollten ausreichende Rücklagen vorhanden sein. Ansonsten könnte dies zur Kostenfalle für den Neu-Investor werden. Wie man die notwendigen Instandhaltungskosten über die Peterssche Formel berechnen kann, lesen Sie hier.
Welche Kosten können Sie als Vermieter an die Mieter weiter berechnen?
Kosten, die direkt mit einer Mietsache in Verbindung stehen, können vom Vermieter an den Mieter weiterberechnet werden. Welche Kosten das genau sind, ist nachfolgend aufgelistet. Ein Vermieter muss diese Kosten genau kennen, damit sich sein Investment auch lohnt.
- Grundsteuer
- Abwassergebühr (gesplittete Abwassergebühr: Schmutz und Niederschlagswasser)
- Warme Betriebskosten
- Aufzug
- Gebäude- und Straßenreinigung
- Gartenpflege
- Beleuchtung
- Sach- und Haftpflichtversicherung
- Hausmeisterkosten
- Antennenanschluss
- Waschraum
- Schornsteinfeger
- Sonstige Betriebskosten
In ordnungsgemäß erstellten Nebenkostenabrechnungen sind die umlagefähigen und nicht umlagefähigen Nebenkosten detailliert ausgewiesen. Hier sollte es also im Regelfall zu keinen Fallen für Neu-Investoren kommen. Zu den nicht umlagefähigen Nebenkosten gehören:
- Instandsetzungsrücklage (im Hausgeld enthalten)
- Instandsetzungskosten (evtl. Kostenfalle bei Reparaturstau)
