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Moderate Grippewelle und Norovirus-Infektionen in Sachsen

06.01.2017 von

Die Zahl der Norovirus- und Influenzaerkrankungen in Sachsen nimmt weiter zu. Die saisonale Grippewelle hat begonnen, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministerium unter Verweis auf den aktuellen Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) am Freitag in Dresden sagte. Danach summierten sich die nachgewiesenen Fälle seit Anfang Oktober auf 443, wobei fast ein Viertel davon in der letzten Dezemberwoche registriert wurden. Ein Viertel der Patienten hatte eine Schutzimpfung, jeder fünfte Betroffene war zwischen 45 und 64 Jahren alt. 18 Prozent der Erkrankten mussten im Krankenhaus behandelt werden.

«Eine Katastrophe ist das nicht», sagte die Ministeriumssprecherin. Auch beim Norovirus sei die Entwicklung nicht dramatisch. Für Herbst 2016 gibt es bisher 2929 laborbestätigte Fälle, was noch knapp unter dem fünfjährigen Jahresmittel liegt. Auch im Vergleich zum gesamten Vorjahr fällt die Bilanz mit 9057 Fällen um rund 770 geringer aus. Allerdings werden nicht alle Erkrankungen erfasst, weil Betroffene mit Symptomen nicht zum Arzt gehen oder keine Labordiagnostik gemacht wird.

Im vorigen Winter gab es eine schwere Grippewelle, wobei landesweit mehr als 13 000 Menschen erkrankten und 15 starben. 2014 waren es nur 443 Erkrankte. Die Zahl der Norovirus-Fälle lag 2015 bei 2003, im Jahr zuvor wurden 2612 Erkrankungen nachgewiesen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Maurizio Gambarini

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