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Steigende Kosten machen Tafeln in Sachsen zu schaffen

An einer Ausgabestelle der Leipziger Tafel e.V. stehen Bedürftige mit gespendeten Lebensmittel. / Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
An einer Ausgabestelle der Leipziger Tafel e.V. stehen Bedürftige mit gespendeten Lebensmittel. / Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mit den steigenden Preisen bei Kraftstoff, Heizung, Energie und dem höheren Mindestlohn wachsen den Tafeln in Sachsen immer mehr die Kosten über den Kopf. Deshalb hoffen sie auf Hilfe durch die öffentliche Hand.

Steigende Betriebs- und Energiekosten sowie zurückgehende Spendenbereitschaft machen den Tafeln in Sachsen zunehmend zu schaffen. «Ich weiß noch nicht, wie es weitergehen soll», sagte der Vorstandsvorsitzende der Tafel Leipzig, Werner Wehmer. Allein durch die Steigerung des Mindestlohns und der Preise bei den Kraftstoffen fielen im nächsten Jahr Mehrkosten von etwa 72.000 Euro an. Die steigenden Energiekosten seien da noch nicht berücksichtigt. In einem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hofft er zumindest bei den Energiekosten ein Entgegenkommen der Stadtwerke Leipzig bewirken zu können.

Die Leipziger Tafel versorgt Wehmer zufolge etwa 18.000 Menschen monatlich mit Lebensmitteln. Es werden derzeit keine neuen Kunden aufgenommen.

Rund 8300 Euro zahlt die Tafel Chemnitz monatlich für Strom, Fernwärme und Wasser. Sie rechne damit, dass sich dieser Betrag im nächsten Jahr verdreifachen werde, sagte Geschäftsführerin Christiane Fiedler. Allein für Kraftstoff fielen monatlich rund 1000 Euro an. «Ein Albtraum.» Sie wisse zwar noch nicht, wie die steigenden Kosten bezahlt werden könnten. Zumal die Spenden von Unternehmen weniger würden. Aber: «Die Tafel lebt immer von heute auf morgen», sagte Fiedler. Es gelte das Prinzip Hoffnung.

«Wenn staatliche Hilfe ausbleibt, werden wir unsere Betriebskostenbeteiligung für unsere Kunden erhöhen müssen, um überhaupt den Weiterbetrieb gewährleisten zu können», sagte Alrik Schumann vom Vorstand der Tafel Dresden. «Wir können nicht in die Zukunft schauen. Wir werden jedoch weiterhin Lebensmittel retten und Menschen helfen.»

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