Mit einer gemeinsamen Plattform abseits der Großstädte wollen die evangelische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meissen zum gesellschaftlichen Diskurs in einer von Krisen geprägten Zeit beitragen. Auf einem in den Landesfarben bezogenen «SachsenSofa» sollen in Dörfern und kleinen Städten Prominente aus Bundes- und Landespolitik, aber auch lokale und Vertreter der Zivilgesellschaft mit Bürgern sprechen, wie die beiden Direktoren Stephan Bickhardt und Thomas Arnold am Mittwoch in Dresden sagten. Gewünscht seien 20 bis 30 solcher Foren in Dörfern und kleinen Städten zu Fragen der Zeit und Themen, die regional bewegen. Es gehe darum zu erkennen, wo die Probleme drückten, hinzuhören, Stimmungen zu erspüren und Anregungen mitzunehmen.
Dresdens katholischer Bischof Heinrich Timmerevers sprach von einem «starken Zeichen», mit der Botschaft der Hoffnung etwas Positives in die Debatte zu bringen. Mit dem «SachsenSofa» suche man gemeinsam den Dialog mit den Menschen in der Fläche des Freistaates, um im Miteinander, Respekt, in Verständigung und Austausch Lösungen zu finden für Probleme. Das gründe auf einer gewachsenen Tradition und der Fähigkeit der Kirche, auch kontrovers zu diskutieren «und trotzdem beieinander zu bleiben», sagte der evangelische Landesbischof Tobias Bilz.