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Blutspendedienste beklagen Mangel an Spendern

Blut läuft während einer Blutspende vom Arm einer Spenderin durch eine Nadel in einen Beutel. / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild
Blut läuft während einer Blutspende vom Arm einer Spenderin durch eine Nadel in einen Beutel. / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Beim Haema Blut- und Plasmaspendedienst und beim DRK in Sachsen haben sich die Bestände an Blutprodukten spürbar verringert. Derzeit sei in den zwölf Blutspendezentren des Dienstes im Freistaat zudem ein Rückgang an Spenden zu verzeichnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leipzig mit. Während zwei Drittel aller Menschen in Deutschland irgendwann in ihrem Leben auf Blutspenden oder daraus hergestellte Medikamente angewiesen seien, spendeten derzeit nur knapp drei Prozent der Bevölkerung.

Wie eine Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost erklärte, ist die Versorgungssituation mit Blutpräparaten derzeit auf niedrigem Niveau stabil. Unsicher sei jedoch, wie sich die Situation weiter entwickle: Sollte es, wie von Experten befürchtet, zu einer weiten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kommen, könnten sich neue Engpässe ergeben.

Blut- und Plasmaspenden würden dringend benötigt, hieß es. «Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blut und aus Plasma hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, ist es wichtig, dass weiterhin gespendet wird», sagte eine Haema-Unternehmenssprecherin. Ein umfassendes Hygienekonzept trage dazu bei, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine Sars-CoV-2-Ansteckung bestehe.

«Wir suchen jederzeit Spender, die anderen Menschen helfen möchten», sagte die Sprecherin weiter. Gesetzlich erlaubt seien Spenden bei Männern bis zu sechs Mal pro Jahr und bei Frauen bis zu vier Mal pro Jahr. Auch die DRK-Sprecherin unterstrich den Bedarf an Spendern. Dies gelte insbesondere auch deshalb, weil unter anderem Patienten mit einem Covid-19-Verlauf auf Blutpräparate und damit die Spendedienste auf Spender angewiesen seien.

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