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Weniger Gäste, weniger Umsatz: Tourismus leidet

Weihnachtlich geschmückt ist der Biergarten "Fährgarten" vor der Altstadt. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Weihnachtlich geschmückt ist der Biergarten "Fährgarten" vor der Altstadt. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die sächsische Tourismusbranche zieht zum zweiten Mal infolge eine bittere Jahresbilanz. Die Lage sei prekär, sagte Jörg Markert, Präsident des Landestourismusverbandes (LTV), am Dienstag. Rund 40 Prozent der Umsätze im Vergleich zum Nivau vor Corona seien 2021 verloren gegangen. Wegen der Abwanderung vieler Fachkräfte und zusammengeschmolzener finanzieller Mittel der Betriebe erwarte er, dass die Krise im Tourismusgewerbe noch mindestens drei Jahre andauern werde.

Bei den Gästeankünften und Übernachtungen habe es 2021 wie im ersten Coronajahr heftige Einbußen gegeben. Bis einschließlich Oktober wurden in Sachsen nach Angaben des Verbandes rund 3,8 Millionen Gäste begrüßt. Das seien 47 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dazu wurden rund 11 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Minus von 37 Prozent.

Vor allem die großen Städte Dresden und Leipzig hätten gelitten, weil ihnen das Messe- und Kongressgeschäft fehle. Dresden verbuchte ein Minus von 53 Prozent bei den Gästeankünften und von Minus 48 Prozent bei den Übernachtungen. Für Leipzig waren die Einbußen mit minus 48 Prozent bei den Ankünften und minus 40 Prozent bei den Übernachten nur etwas geringer. Auch ausländische Besucher fehlten.

Die Zahlen für November und Dezember lagen noch nicht vor. Wegen der Corona-Beschränkungen in Sachsen sei aber erneut das wichtige Weihnachtsgeschäft verloren gegangen, sagte Verbandsdirektor Manfred Böhme. Seit November sind in Sachsen touristische Übernachtungen verboten. Auch die Skilifte in den Wintersportgebieten dürfen nicht fahren. Zudem wurden die Weihnachtsmärkte gestrichen.

LTV-Präsident Markert appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. Das trage zur Bewältigung der Pandemie bei und helfe so dem Tourismus. Er hoffe nicht, dass Sachsens niedrige Impfquote und der starke Protest gegen die Corona-Maßnahmen zu einem Imageverlust für das Tourismusland Sachsen führen. «Ausschließen kann man das nicht», sagte Markert.

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