Die sächsische Tourismusbranche zieht zum zweiten Mal infolge eine bittere Jahresbilanz. Die Lage sei prekär, sagte Jörg Markert, Präsident des Landestourismusverbandes (LTV), am Dienstag. Rund 40 Prozent der Umsätze im Vergleich zum Nivau vor Corona seien 2021 verloren gegangen. Wegen der Abwanderung vieler Fachkräfte und zusammengeschmolzener finanzieller Mittel der Betriebe erwarte er, dass die Krise im Tourismusgewerbe noch mindestens drei Jahre andauern werde.
Bei den Gästeankünften und Übernachtungen habe es 2021 wie im ersten Coronajahr heftige Einbußen gegeben. Bis einschließlich Oktober wurden in Sachsen nach Angaben des Verbandes rund 3,8 Millionen Gäste begrüßt. Das seien 47 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dazu wurden rund 11 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Minus von 37 Prozent.
Vor allem die großen Städte Dresden und Leipzig hätten gelitten, weil ihnen das Messe- und Kongressgeschäft fehle. Dresden verbuchte ein Minus von 53 Prozent bei den Gästeankünften und von Minus 48 Prozent bei den Übernachtungen. Für Leipzig waren die Einbußen mit minus 48 Prozent bei den Ankünften und minus 40 Prozent bei den Übernachten nur etwas geringer. Auch ausländische Besucher fehlten.