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Auf Berzdorfer See sollen künftig Schiffe und Boote fahren

Das Lausitzer Seenland soll eine neue touristische Attraktion erhalten. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, werden die Segel für die Schifffahrt auf dem Berzdorfer See bei Görlitz gesetzt. Bootsausflüge mit Blick auf die Landeskrone - ein Berg am Rande von Görlitz - würden schon bald Wirklichkeit, erklärte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). Der rund 960 Hektar große Berzdorfer See entstand im Restloch eines früheren Braunkohletagebaus. Zwischen 2002 und 2013 wurde das Loch geflutet. Nun ist das Verfahren zur sogenannten Schiffbarmachung grundsätzlich abgeschlossen.

Nach Angaben des Ministeriums soll der See sowohl für Ausflugsschiffe als auch für den individuellen Sport- und Freizeitverkehr geöffnet werden. «Mit der Öffnung des Berzdorfer Sees für die Schifffahrt erreichen wir einen immens wichtigen Meilenstein in der weiteren touristischen Nutzung dieses ehemaligen Tagebaus», erklärte Dulig.

Die Industrie- und Handelskammer Leipzig forderte mit Verweis auf den Berzdorfer See am Freitag Schiffsverkehr auch für andere Gewässer. «Jedes schiffbare Gewässer ist ein wichtiger Baustein im touristischen Angebot einer Region. Umso ärgerlicher ist es, dass sich die gewerblichen und touristischen Leistungsträger in und um Leipzig Jahr für Jahr mit Einzelgenehmigungen der zuständigen Landesbehörde zufriedengeben müssen, weil die Fertigstellung der Gewässer nicht vorankommt», kritisierte IHK-Präsident Kristian Kirpal. Um die touristischen Potenziale optimal ausspielen zu können, brauche man unbefristete Nutzungsgenehmigungen statt jährlicher Bettelbriefe an die Verwaltung.

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