Die Landeshauptstadt Dresden bereitet sich auf steigende Flüchtlingszahlen vor. Für das Jahr 2026 erwartet die Stadt rund 1.450 neu zugewiesene Geflüchtete – das sind 290 mehr als im Vorjahr. Grund für den Anstieg ist vor allem die anhaltend angespannte Lage in der Ukraine. Die Zahl der Schutzsuchenden von dort nimmt weiter zu.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.160 Geflüchtete in Dresden aufgenommen, darunter 699 Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie 461 Menschen aus der Ukraine. Zum Vergleich: 2024 waren es 1.298 Asylsuchende und 364 ukrainische Schutzsuchende. 2023 kamen 2.125 Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie 287 Ukrainerinnen und Ukrainer. Besonders hoch war der Zugang im Jahr 2022: Über 10.000 Menschen aus der Ukraine suchten damals in Dresden Schutz – mehr als 2.000 von ihnen wurden durch das Sozialamt untergebracht. Die Zahl der von der Landesdirektion zugewiesenen Asylsuchenden lag 2022 bei 1.556, im Jahr zuvor bei 930.
Für 2026 rechnet die Stadt mit rund 850 Asylsuchenden und etwa 600 ukrainischen Schutzsuchenden. Die Prognose basiert auf aktuellen Migrationsdaten, bleibt jedoch unsicher – geopolitische Entwicklungen können die Lage jederzeit verändern. Hoffnung auf Entlastung setzt die Stadt in das Solidaritätsabkommen der EU, das ab Juli 2026 ein gerechteres Verteilverfahren innerhalb Europas bringen soll.