Dresden wird weiter wachsen, aber nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Jahren angenommen. Das ist das Ergebnis der neuen Bevölkerungsprognose der Kommunalen Statistikstelle, nach der die Einwohnerzahl bis Mitte 2040 um rund 16.400 Personen auf etwa 587.900 steigen wird. Das entspricht einem moderaten Wachstum von 2,9 Prozent innerhalb der kommenden 15 Jahre. Positiv auf die Bevölkerungsentwicklung wirken sich vor allem zusätzliche Zuzüge von Fachkräften aus, die durch Erweiterungen bestehender Unternehmen und geplante Neuansiedlungen im Dresdner Norden erwartet werden. Das weiterhin niedrige Geburtenniveau verhindert jedoch eine stärkere Wachstumsdynamik, wie sie noch in der Bevölkerungsprognose aus dem Jahr 2023 angenommen worden war.
Starke Unterschiede zwischen den Stadtteilen
Auf Stadtteilebene zeigt sich bis 2035 eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Die hohe Bautätigkeit sorgt in zentrumsnahen Stadtteilen wie Mickten (plus 22 Prozent), Pirnaische Vorstadt (plus 21 Prozent) und Friedrichstadt (plus 20 Prozent) für eine stark wachsende Einwohnerzahl. Die höchsten Bevölkerungsrückgänge sind dagegen vor allem in Stadtteilen am Stadtrand zu erwarten. Besonders betroffen sind Loschwitz/Wachwitz (minus 8 Prozent), Lockwitz sowie Hosterwitz/Pillnitz (jeweils minus 6 Prozent). Hauptursachen sind dort ein hohes Durchschnittsalter und geringe Geburtenzahlen. Im Jahr 2025 wird mit einem Durchschnittsalter von 37,9 Jahren die Friedrichstadt der jüngste und mit 51,4 Jahren Hosterwitz/Pillnitz der älteste Stadtteil sein.
Geburten bleiben auf niedrigem Niveau
Statistisch gesehen bekommt zurzeit eine in Dresden lebende Frau 1,1 Kinder. Diese zusammengefasste Geburtenziffer lag 2018 noch bei 1,54. In der Prognose wird angenommen, dass sie bis 2035 wieder auf 1,3 steigt und danach langfristig auf diesem Niveau verbleibt. Unter diesen Annahmen wird die Zahl der Lebendgeborenen von 4.100 Mitte 2025 wieder langsam auf knapp 5.200 im Jahr 2040 anwachsen. Die Zahl der Gestorbenen pro Jahr wird zunächst bis 2032 auf fast 6.500 zunehmen und danach altersstrukturbedingt wieder leicht sinken. Der Saldo zwischen Geborenen und Gestorbenen bleibt damit deutlich negativ und beträgt bis zum Jahr 2040 insgesamt 24.500 Personen.