Das von der Deutschen Bahn im Sommer angekündigte Alkoholkonsumverbot gilt an vielen Bahnhöfen bereits - am Donnerstag tritt es nun auch an den bislang noch ausgenommenen in Kraft. Damit endet die schrittweise Umsetzung des Verbots für alle 5.400 bundesweiten Bahnhöfe. Auch an den Stationen in Leipzig, Dresden und Erfurt darf dann nicht mehr getrunken werden. 80 Prozent der Fahrgäste hätten sich Umfragen zufolge solch ein Verbot gewünscht, sagte Christian Schulz, Leiter des Bahnhofsmanagements in Leipzig. Die Deutsche Bahn erhofft sich dadurch mehr Sicherheit für Fahrgäste und Beschäftigte. Am Hauptbahnhof Leipzig wurden für 2025 insgesamt 859 Gewaltdelikte registriert, wie die Bundespolizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilt. Bei den meisten Straftaten handele es sich um Körperverletzungen. Zudem soll sich durch das Alkoholverbot die Sauberkeit verbessern. So sei die Müllverschmutzung an Bahnhöfen, die ein solches Verbot hätten, zurückgegangen, erläuterte Bahnhofsmanager Schulz. Insgesamt betreibt die Deutschen Bahn eigenen Angaben zufolge rund 960 Bahnhöfe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das Verbot gilt zunächst für alle Gebiete, die unter die Zuständigkeit der Deutschen Bahn fallen. Das sind zum Beispiel Bahngleise und Empfangsbereiche, bisweilen fielen auch Bahnhofsvorplätze darunter, sagte Schulz. In Leipzig hingegen gehört der Vorplatz nach Angaben der Bahn zum städtischen Gebiet. Die Bahnhofsgastronomie ist von dem Verbot nicht betroffen. Auch in den Fern- und Nahverkehrszügen Zügen sind Bier, Wein und Whiskey in der Regel noch erlaubt. Nur in einigen Regionen, zum Beispiel bei den S-Bahnen in München, gibt es nach Angaben der Deutschen Bahn schon jetzt ein Alkoholverbot. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenBahnhofsvorplätze fallen nicht immer unter das Verbot