Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat sich besorgt über zunehmende Gewalttaten an Schulen geäußert. Verglichen mit der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler seien die Fallzahlen aber noch immer gering und Schulen im Freistaats ein «sicherer Ort», sagte der Minister am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Dennoch habe es gerade nach der Corona-Zeit eine Zunahme an Gewaltdelikten gegeben. Es bestehe eine «Übergriffigkeit» nicht nur zwischen Schülern untereinander, sondern auch gegenüber Lehrkräften - das gelte auch von Eltern gegenüber Lehrern. Autoritäten würden weniger akzeptiert, als das für ein gutes Miteinander an Schulen notwendig und wünschenswert wäre.
«Wir müssen da mit der ganzen Härte des Rechtsstaates hinterher», sagte Piwarz. Die Schulen seien angehalten, solche Vorfälle zu melden und Anzeige zu erstatten. «Diese Konsequenz ist notwendig.» Schule sei aber nie losgelöst, von dem, was in der Gesellschaft passiert. Auch innerhalb der Gesellschaft zählten Autoritäten heute weniger. Als Beispiel nannte Piwarz Angriffe als Rettungssanitäter. «Umso wichtiger ist, dass wir dafür sorgen, dass Schulen weiterhin sichere Orte bleiben, beispielsweise durch eine gute Präventionsarbeit.» In jedem Fall gebe es eine Null-Toleranz-Strategie.