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Arbeitnehmer der Metallindustrie warnen vor Gas-Embargo

Arbeitnehmervertreter der Metallindustrie warnen vor einem Lieferstopp für russisches Erdgas. Es bringe nichts, sich in Europa wirtschaftlich ins Abseits zu stellen, sagte die IG-Metall Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Birgit Dietze, am Montag. «Wir verurteilen den Krieg aufs Schärfste und wir helfen, wo es möglich ist», sagte Dietze. «Wenn aber die Gaslieferungen gedrosselt oder gestoppt werden, wird die Industrie in Deutschland nach und nach zum Erliegen kommen.»

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wird in Europa darüber diskutiert, Energie-Lieferungen aus Russland zu stoppen. Der Eisenhüttenstadter Betriebsratsvorsitzende des Stahlprodukten ArcelorMittal, Dirk Vogeler, sagte: «Es wäre für uns eine Katastrophe.» Ohne Erdgas stünde die Stahlproduktion vor großen Problemen.

Die Kolleginnen und Kollegen zeigten eine große Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und mit Kriegsflüchtlingen, sagte Vogeler. Er fügte mit Blick auf ein mögliches Gas-Embargo aber hinzu: «Wenn man helfen will, darf man sich nicht Arme und Beine zusammenbinden.»

Die Gewerkschaft zog ein positives Zwischenfazit der bisherigen Betriebsratswahlen im Osten. «Unsere Betriebsräte sind gestärkt aus den angelaufenen Wahlen hervorgegangen», sagte Dietze. Die Belegschaften hätten auch rechten Gruppierungen eine klare Absage erteilt. Im Leipziger BMW-Werk errangen IG-Metall-Mitglieder 34 von 35 Mandaten, bei Arcelor in Eisenhüttenstadt seien es sämtliche 21 Mandate. Im neuen Werk des Autobauers Tesla in Grünheide habe dagegen die Initiative Gigavoice mit 10 von 19 die meisten Sitze erhalten.

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