Roboter passt sich der Aufmerksamkeit an
Das Projekt trägt den Namen MaTraB. Dahinter verbirgt sich eine klare Idee. Die Forscher wollen herausfinden, wie Roboter ihre Bewegungen so mitteilen können, dass Menschen sie verstehen. Gleichzeitig soll der Roboter sein Verhalten anpassen. Wenn ein Mitarbeiter gerade woanders hinschaut, verhält sich die Maschine anders als wenn sie direkt beobachtet wird. „Dafür ist eine transparente Kommunikation zwischen Mensch und Roboter nötig, die Auskunft darüber gibt, wer wann wo arbeitet", erklären die Wissenschaftler.Die Technik dahinter heißt Eye-Tracking. Damit lässt sich messen, wohin jemand schaut. Der Roboter erhält diese Information und reagiert entsprechend. Spezielle Computerprogramme sorgen dafür, dass alles in Echtzeit funktioniert. Das Ziel ist klar. Die Zusammenarbeit soll sicherer werden und mehr Vertrauen schaffen. Außerdem sollen beide Seiten effizienter arbeiten können.
Sechs Professuren forschen gemeinsam
An dem Projekt arbeiten sechs Nachwuchswissenschaftler aus fünf Fakultäten der TU Chemnitz zusammen. Beteiligt sind die Professuren für Neurorobotik, Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement, Künstliche Intelligenz, Smart Systems Integration, Prädiktive Verhaltensanalyse sowie Physik kognitiver Prozesse. Die Projektleitung hat Professor Florian Röhrbein von der Professur Neurorobotik inne.Das Projekt wird mit mehr als einer Million Euro gefördert. Das Geld kommt vom Europäischen Sozialfonds Plus und aus Mitteln des sächsischen Landtags. Die Förderung ermöglicht es den jungen Forschern, sich weiterzuqualifizieren. Ihre Ergebnisse sollen die TU Chemnitz bekannter machen und die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten bilden. Das Projekt ist im Dezember 2025 gestartet.