Offene Wunden, die einfach nicht heilen wollen, sind für Betroffene eine Qual. Sie verursachen Schmerzen, schränken die Bewegungsfreiheit ein und können im schlimmsten Fall sogar zu einer Amputation führen. Das Problem dahinter ist oft eine überschießende Entzündung, die den Heilungsprozess blockiert. Eine wirksame Behandlung für diese Ursache gibt es bisher nicht. Doch das könnte sich bald ändern.
Das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) hat im Juni 2025 seine zehnte Ausgründung auf den Weg gebracht. Die ResCure GmbH will einen innovativen Wundverband auf den Markt bringen, der chronische Entzündungen gezielt bekämpft. Das Besondere daran ist ein spezieller Kunststoff, ein Polymer, der Entzündungsbotenstoffe im Körper neutralisiert. Derzeit läuft eine klinische Studie an mehreren Kliniken, die sich auf offene Beingeschwüre konzentriert. Die Zwischenergebnisse sind vielversprechend, die Studie soll im Sommer 2026 abgeschlossen werden.
Europäische Union unterstützt den Transfer
Die ResCure GmbH hat vor Kurzem die Patente und Markenrechte vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden übernommen. Das schafft die Grundlage für die spätere Vermarktung. Die Europäische Union unterstützt den Technologietransfer über die Sächsische Aufbaubank mit Fördermitteln. Das junge Unternehmen bereitet sich systematisch auf die CE-Zertifizierung vor, die für Medizinprodukte in Europa vorgeschrieben ist. Parallel baut es die Produktion aus, um nach der Zulassung schnell liefern zu können.