Über zwei Milliarden Menschen leben in Trockengebieten. Fast die Hälfte der Erdoberfläche besteht aus diesen kargen Landschaften. Dort entscheidet sich oft, ob Weiden genug Futter für Nutztiere liefern und ob die Natur im Gleichgewicht bleibt. Doch immer häufiger breiten sich Pflanzen aus, die dort ursprünglich nicht heimisch sind. Forschende der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) haben nun herausgefunden, was diesen Eindringlingen hilft und was sie stoppt.
Artenvielfalt als natürlicher Schutzschild
Gleichzeitig zeigt die Studie, die im Fachjournal Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde: Wo viele verschiedene einheimische Pflanzenarten vorkommen, haben nicht heimische Arten deutlich schlechtere Chancen. „Eine hohe biologische Vielfalt schützt Trockengebiete vor invasiven Pflanzen“, erklärt Rahmanian.
„Trotz der großen ökologischen und gesellschaftlichen Bedeutung von Trockengebieten wissen wir noch wenig darüber, welche Faktoren den Erfolg nicht heimischer Pflanzen dort bestimmen", ordnet Prof. Dr. Nico Eisenhauer von der Universität Leipzig und iDiv die Ergebnisse ein. Entscheidend seien die jeweiligen Bedingungen vor Ort.
Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass nicht heimische Pflanzen häufig größer werden und mehr Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen können. Das verschafft ihnen vor allem auf beweideten, nährstoffreichen Flächen einen Wettbewerbsvorteil.
Originalpublikation:
Veröffentlichung in „Nature Ecology & Evolution“: „Abiotic and biotic controls of non-native perennial plant success in drylands"
