Nach dem Tod von Sigmund Jähn trauert sein Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz (Vogtlandkreis) um den ersten Deutschen im All. «Wir haben einen Freund verloren und sind alle tüchtig mitgenommen», sagte die Leiterin der Deutschen Raumfahrtausstellung Romy Mothes am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Dem Museum war Jähn zeitlebens eng verbunden, arbeitete über viele Jahre im Vorstand des Vereins mit. Erst Mitte des Monats habe er noch Gäste durch die Ausstellung geführt und dabei nicht anders gewirkt als bei seinen sonstigen Besuchen, so Mothes.
In einer ersten Reaktion auf den Tod des Raumfahrers veröffentlichte das Museum in der Nacht zu Sonntag auf seiner Webseite eine kurze Trauerbezeugung. Darin heißt es: «Wir trauern um unseren Kosmonauten und guten Freund Sigmund Jähn.»
Im Laufe des Tages werde ein Kondolenzbuch in der Ausstellung ausgelegt, die wie üblich bis 17 Uhr geöffnet habe. Wer möchte, könne zudem Blumen niederlegen. «Inzwischen haben wir die Familie kontaktiert, möchten aber nun erst einmal abwarten, um weitere Schritte abzustimmen», sagte Mothes weiter.