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Dresden-Gedenken: «Mahngang Täterspuren» am 7. Februar

Symbolbild Dresden / pixabay martinlutze-fotografie
Symbolbild Dresden / pixabay martinlutze-fotografie

Der jährliche «Mahngang Täterspuren» zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wird wegen der Corona-Pandemie per Livestream übertragen. Aufgrund der geltenden Hygieneregeln werde es am 7. Februar nur sehr begrenzt die Möglichkeit geben, vor Ort dabei zu sein, teilte das Aktionsbündnis «Dresden Nazifrei» am Mittwoch mit. «Der Mahngang des Jahres 2021 zeigt Orte in Dresden, die für Massenveranstaltungen genutzt wurden ebenso wie Orte, an denen Aussonderungen geschahen», erklärte Mitorganisator Dieter Gaitzsch.

Stationen sind diesmal der Wettiner Platz, der Theaterplatz, der Schlossplatz, das Terrassenufer und die Synagoge. Schauspielerinnen und Schauspieler tragen dort Texte vor, die von Studierenden der Technischen Universität Dresden erarbeitet wurden. «Prinzen»-Sänger Sebastian Krumbiegel unterstützt das Programm musikalisch, hieß es. Der mittlerweile 11. Mahngang setzt sich thematisch mit der nationalsozialistischen Idee der «Volksgemeinschaft» auseinander.

An der Aktion hatten in manchen Jahren mehrere Tausend Menschen teilgenommen. Sie wendet sich gegen den Mythos der «unschuldigen Stadt» Dresden. Tatsächlich war Dresden damals nicht nur eine Hochburg der Nazis, sondern auch ein wichtiger Standort der Rüstungsindustrie und ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Allerdings ist auch unter Experten sehr umstritten, ob die Angriffe alliierter Bomber am 13. Februar und in den Tagen danach aus militärischer Sicht noch notwendig waren. Bei den Luftangriffen kamen schätzungsweise 25 000 Menschen ums Leben. Das Stadtzentrum wurde nahezu komplett in Schutt und Asche gelegt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH