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AfD erinnert an Bombenopfer: Kritik an Gedenken der Stadt

14.02.2017 von

Mit massiver Kritik am offiziellen Gedenken der Stadt Dresden an die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hat die AfD am Dienstagabend an die Opfer erinnert. «Wer Trauer bewusst provoziert, handelt nicht nur pietätlos, sondern fordert Widerspruch heraus», sagte der Fraktionsvorsitzende der AfD-Stadtratsfraktion, Stefan Vogel, am Dienstagabend bei einer Gedenkfeier vor mehreren hundert Teilnehmern auf dem Altmarkt.

Mit Bezug auf die umstrittenen Kunstinstallationen vor Frauenkirche und Semperoper, mit der die Stadt anlässlich des Gedenkens an den 13. Februar 1945 in diesem Jahr auch an den Bürgerkrieg in Syrien und ertrunkene Bootsflüchtlinge erinnert, sprach Vogel von einer «sogenannten Kultur», mit der geschichtsträchtige Plätze «zweckentfremdet und entehrt» würden. Damit werde die Mehrheit der Dresdner «bewusst provoziert und beleidigt».

Die AfD-Gedenkveranstaltung, bei der auch Schilderungen von Zeitzeugen verlesen und Kränze an einem Gedenkstein für die Bombenopfer niedergelegt wurden, war von lautstarkem Protest begleitet.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sebastian Kahnert

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