Sachsens Wirtschaft wird künftig in einer großen europäischen Wasserstoff-Allianz mitmischen. Dazu werden laut Bundeswirtschaftsministerium 62 deutsche Projekte mit mehr als acht Milliarden Euro staatlich gefördert. In die Auswahl kamen gleich mehrere Vorhaben aus dem Freistaat. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach am Freitag von einem großen Erfolg. «Damit kann auch aus Sachsen heraus ein aktiver Beitrag zur Dekarbonisierung der deutschen Industrie geleistet werden», erklärte er. «Nur gemeinsam können wir diesen Transformationsprozess meistern.»
Zu den ausgewählten Projekten aus Sachsen gehört der Verbund «H2-SARA». Dessen Ziel ist es, Fertigungskapazitäten für sogenannte Elektrolyseure-Anlagen, in denen aus Wasser und Strom Wasserstoff erzeugt wird, von jährlich 6,5 Gigawatt zu schaffen sowie Produktionsanlagen für Brennstoffzellen. Im Vorhaben «LHyVe» soll in der Region Leipzig eine gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über Speicherung und Transport bis hin zum Endverbrauch von «grünem Wasserstoff» umgesetzt und mit anderen europäischen Projekten vernetzt werden. Dabei geht es um Bau und Betrieb einer Anlage für synthetischen Flugkraftstoff sowie «grünen Wasserstoff».