Reben verschneiden, Drähte nachspannen, Boden düngen: Bei Sachsens Winzern laufen die Vorbereitungen für das neue Weinjahr. «Der Rebschnitt gehört zu den aufwendigsten Arbeiten im Weinberg», sagte der stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Weinbauverbandes, Felix Hößelbarth. Vielerorts ist er spätestens Ende März zu Ende gegangen. Der Schnitt der Weinreben dauere meist mehrere Monate. «Das bleibt Handarbeit», so Hößelbarth. Der Rebschnitt sei entscheidend für Ertrag und Qualität.
Der Weinbauleiter auf dem Radebeuler Weingut Hoflößnitz geht davon aus, dass die Reben Ende April austreiben. «Dann beginnt die eigentliche Weinbergsarbeit.» Im sächsischen Weinbaugebiet seien die Reben gut über den Winter gekommen, trotz Minustemperaturen von bis zu 17 Grad. «Es war gerade noch so, dass es keine großen Schäden an den Reben gab.»
Schnee und Tauwetter hätten dafür gesorgt, dass im Frühjahr wieder mehr Wasser in den Böden sei. Dennoch reiche das nicht aus, um das Defizit der letzten Jahre auszugleichen. «Die Trockenheit macht uns Sorgen.» Ein viertes trockenes Jahr in Folge könnte selbst den älteren und robusteren Reben erheblich zusetzen.