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Waggonbau Niesky: Insolvenzverfahren eröffnet - Geschäftsbetrieb geht weiter!

Waggonbau Niesky: Insolvenzverfahren eröffnet - Geschäftsbetrieb geht weiter!
Die WBN Waggonbau Niesky GmbH in Niesky. / Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News

Beim Unternehmen Waggonbau Niesky im Landkreis Görlitz ist nach Angaben von Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko Anfang Juli das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Rechtsanwalt übernehme das Insolvenzverfahren persönlich, teilte dessen Verwaltung am Dienstag mit. Demnach führt Danko den Geschäftsbetrieb mit Zustimmung der Gläubiger fort und will mit Hochdruck nach einer Investorenlösung suchen.

«Der Geschäftsbetrieb geht trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation auch im eröffneten Insolvenzverfahren weiter», sagte Danko. Mit der Insolvenzeröffnung endete der Insolvenzgeldzeitraum, in dem die Löhne und Gehälter der rund 200 Beschäftigten von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurden. Demnach muss das Unternehmen ab sofort wieder unter Vollkosten wirtschaften und zahlt die Personalkosten wieder selbst. «Kurzfristig sind wir dazu in der Lage und haben die Zustimmung der Gläubiger für eine weitere Fortführung», sagte Danko. Für eine dauerhafte Perspektive brauche es allerdings eine Investorenlösung - und zwar möglichst schnell.

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Derzeit gebe es mehrere Interessenten, mit denen Gespräche laufen. Darunter seien eine Reihe von Unternehmen aus der Branche, für die Waggonbau Niesky eine sinnvolle strategische Erweiterung sein könnte. Weil Niesky die Immobilie nur gemietet hat, seien auch Gespräche mit dem Immobilieneigentümer notwendig. Auch mit den Kunden verhandelt Danko, um zumindest kurzfristig die Auslastung in der Produktion zu verbessern und die für die Fortführung benötigten Umsätze zu generieren. «Ob und wie es längerfristig weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen», erklärte Danko.

Das Unternehmen mit rund 200 Beschäftigten fertigt Güterwaggons und hatte schon einmal 2017 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde es vom slowakischen Güterwagenhersteller Tatravagonka gekauft. Doch sorgen sich die Mitarbeiter schon länger erneut um die Zukunft des Standortes und veranstalten regelmäßig Mahnwachen, mit denen sie eine Perspektive fordern.

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