Beim Unternehmen Waggonbau Niesky im Landkreis Görlitz ist nach Angaben von Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko Anfang Juli das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Rechtsanwalt übernehme das Insolvenzverfahren persönlich, teilte dessen Verwaltung am Dienstag mit. Demnach führt Danko den Geschäftsbetrieb mit Zustimmung der Gläubiger fort und will mit Hochdruck nach einer Investorenlösung suchen.
«Der Geschäftsbetrieb geht trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation auch im eröffneten Insolvenzverfahren weiter», sagte Danko. Mit der Insolvenzeröffnung endete der Insolvenzgeldzeitraum, in dem die Löhne und Gehälter der rund 200 Beschäftigten von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurden. Demnach muss das Unternehmen ab sofort wieder unter Vollkosten wirtschaften und zahlt die Personalkosten wieder selbst. «Kurzfristig sind wir dazu in der Lage und haben die Zustimmung der Gläubiger für eine weitere Fortführung», sagte Danko. Für eine dauerhafte Perspektive brauche es allerdings eine Investorenlösung - und zwar möglichst schnell.