Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst kommt Sachsen teuer zu stehen. Im laufenden Jahr belaufen sich die Mehrkosten auf rund 92 Millionen Euro, für 2027 und 2028 auf insgesamt etwa 450 Millionen Euro - bezogen auf das Jahr 2025, teilte das Finanzministerium in Dresden mit. Minister Christian Piwarz (CDU) sprach dennoch von einem «realistischen Ergebnis» und einem «tragbaren Kompromiss in finanziell schwierigen Zeiten».
Mehrkosten für dieses Jahr sind im Haushalt schon eingepreist
«Das Verhandlungsergebnis würdigt einerseits die Leistungen der Tarifbeschäftigten, berücksichtigt andererseits die schwierige Haushaltslage der Bundesländer», betonte Piwarz. Er hatte als erster Stellvertreter des Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft der Länder das Ergebnis für die Arbeitgeberseite mit ausgehandelt. Für die Kosten in diesem Jahr sei im aktuellen Haushalt in Sachsen vorgesorgt worden.
Laut Tarifabschluss sollen die Beschäftigten in drei Stufen über 27 Monate hinweg einen Lohnzuschlag von 5,8 Prozent erhalten. Darauf hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nach mehrwöchigen Verhandlungen am Samstag verständigt.
Zum 1. April 2026 werden die Entgelte um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro angehoben, zum 1. März 2027 erfolgt eine Anhebung um weitere 2,0 Prozent und der letzte Erhöhungsschritt von 1,0 Prozent folgt am 1. Januar 2028.
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