Die sächsische Mikrochipbranche soll nach Plänen der Wirtschaftsförderung Sachsen künftig stärker mit Partnern in Südkorea zusammenarbeiten. «Südkorea zählt zu den bedeutendsten Halbleitermärkten weltweit und ist Sitz führender Unternehmen wie Samsung und SK Hynix, die einen wesentlichen Anteil an der globalen Produktion von Speicherchips und weiteren Halbleiterkomponenten haben», sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS), Thomas Horn, laut einer Mitteilung.
«Vielfältige Anknüpfungspunkte» zwischen Sachsen und Südkorea
Die WFS werde ihre Aktivitäten neben Taiwan, Japan und den USA nun auch verstärkt auf Südkorea ausrichten. «Wir sehen hier vielfältige Anknüpfungspunkte für Investitionsprojekte und technologische Kooperationen.»
Bei der Branchenmesse Semicon vom 11. bis 13. Februar in Seoul präsentierte die WFS Sachsen als Halbleiter- und Mikroelektronikstandort. Höhepunkt war eine Investorenveranstaltung vor Messebeginn mit rund 70 Vertretern südkoreanischer Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen.
«Silicon Saxony» Europas größter Mikrochipstandort
Sachsen ist mit dem sogenannten Silicon Saxony laut Wirtschaftsministerium Europas größter Mikroelektronikstandort. Das Netzwerk besteht aus rund 3.600 Unternehmen mit rund 83.000 Mitarbeitern. Es hat Schwerpunkte in Dresden, aber auch in Chemnitz und anderen Regionen. Durch die Ansiedlung des taiwanischen Chipriesen TSMC und die Produktionserweiterungen bei Infineon und Globalfoundries soll die Zahl der Branchenbeschäftigten in Sachsen bis 2040 auf rund 100.000 wachsen.
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