Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht die Transformation der Automobilbranche in Gefahr, sollte der Bund seine finanzielle Förderung einschränken. Dabei verwies er am Montag etwa auf die Unterstützung von Transformationsnetzwerken und -Hubs. «Jetzt in diesen Bereichen aufgrund der aktuellen Haushaltssituation den Rotstift anzusetzen, würde fatale Signale senden», erklärte Tiefensee zum Forum «Regionale Transformation aktiv gestalten» in Leipzig. Vielmehr brauche die Automobilindustrie diese zukunftsfähigen Investitionen, um weiterhin ihre «wirtschaftliche Strahlkraft» zu erhalten.
Sein sächsischer Ressortkollege Martin Dulig (SPD) sieht den Umbruch der Branche hin zur Elektromobilität trotz zuletzt verhaltener Nachfrage nach Elektroautos aus deutscher Produktion weiterhin als Chance. «Sachsen ist und bleibt ein Industrieland und wir wollen möglichst viele Zulieferer durch den Wandel mitnehmen, Kompetenzen erhalten, gute Arbeit sichern, aber auch neue Geschäftsfelder erschließen und uns darin Spitzenpositionen sichern», sagte er. Das wachsende Halbleitercluster sei hierfür ein gutes Beispiel. «Ich wünsche mir, diesen Wandel als Chance zu verstehen.»