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Solarworld-Betriebsrat von Insolvenz kalt erwischt

Der Freiberger Solarworld-Betriebsrat ist vom Insolvenzantrag für das Unternehmen kalt erwischt worden. «Wir sind alle mit der Situation ein Stück weit überfordert», sagte Betriebsratschefin Anke Martin-Heede am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe von der Entscheidung am Mittwochabend im Auto erfahren: «Wir haben das ja noch nicht erlebt. Der Insolvenzverwalter bestimmt nun, wie es weitergeht».

Wann es eine Belegschaftsversammlung gebe, sei noch unklar: «Unser Wunsch ist, die Belegschaft so früh wie möglich zu informieren.» Nach Angaben der Freiberger Solarworld-Sprecherin Susanne Herrmann versucht man am Donnerstag nach dem Motto «same procedure as every day» zu agieren.

Der Solartechnik-Hersteller Solarworld wollte im Laufe des Donnerstags den erwarteten Insolvenzantrag stellen. Das Unternehmen hatte am Mittwochabend überraschend - aber nicht völlig unerwartet - eingeräumt, keine Zukunft für das überschuldete Unternehmen mehr zu sehen und einen Insolvenzantrag angekündigt. Als Hauptgrund gilt der Preisverfall für Solarmodule.

Für die rund 3000 Mitarbeiter beginnt nun eine Zeit der Ungewissheit. In Freiberg sind rund 1200 Stellen betroffen. Nach Angaben des Unternehmens steht hier die größte Fabrik Europas für Solarwafer. Darüber hinaus hat Solarworld auch in Arnstadt (Thüringen) ein Werk. Die Zentrale befindet sich in Bonn.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Oliver Berg

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