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Regionalentwicklungsminister: Alle Energiequellen nutzen

Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) plädiert dafür, angesichts hoher Energiepreise alle Energiequellen zu nutzen. «Das bestimmte Energieerzeugungsarten ausgeschlossen werden, nur weil sie einen geringen Anteil ausmachen, halte ich für falsch», sagte Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Neben Gas, Kohle, Kernenergie, Windkraft und Photovoltaik sollten auch Geothermie, Biogas und Wasserkraft mehr in den Fokus geraten. «Es geht dabei nicht immer um die großen gewerblichen Anlagen. Ich kann mir auch vorstellen, dass man etwa mit einer Biogasanlage auch eine städtische Schwimmhalle beheizt.»

Schmidt sprach sich zudem dafür aus, ernsthaft über Fracking in Deutschland nachzudenken. «Wir kaufen Fracking-Gas für unglaublich viel Geld in den USA und in arabischen Ländern ein. Warum nicht auch in Deutschland?»

Zugleich plädierte er für eine Verlängerung der Laufzeiten noch bestehender Atomkraftwerke. «Ich verstehe nicht, warum man die nicht noch drei oder vier Jahre am Netz lässt. Eine Zukunft für neue Kernkraftwerke sehe ich aber nicht, auch wenn sich die Technologie immer weiterentwickelt hat. Das ist eine Illusion.» Dafür gebe es keine Mehrheit in der Bevölkerung. Man müsse sich nur die Diskussion um das Endlager ansehen.

Der Minister wollte nicht darüber spekulieren, ob die Energiewende im Rückblick falsch war oder nur falsch angegangen wurde. «Man schafft Wandlungsprozesse nur, wenn man die Menschen dafür begeistert. Man kann das nicht mit einem erhobenen Zeigefinger machen. Eine Wandlung lässt sich nicht erzwingen, andernfalls droht die Gesellschaft daran zu zerbrechen.» Jedes Unternehmen und jeder Verbraucher stehe jetzt vor der Frage, gut durch die Krise zu kommen. «Ich habe eine große Sorge, dass die Gesellschaft auseinanderbricht. Selbst Leute, die jeden Tag fleißig auf Arbeit gehen, können das Ganze am Ende vielleicht nicht mehr bezahlen. Das ist ein Spiel mit dem Feuer.»

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