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Mittelstand fordert Abkehr von der Leuchtturmpolitik

13.03.2017 von

Für eine Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum fordert der Mittelstand eine Abkehr von der Leuchtturmpolitik in Sachsen. Eine weitere ausschließliche Konzentration der Förderung auf die Ballungsräume hätte eine «enorme Entwertung von volkswirtschaftlichen und privaten Investitionen» zur Folge, warnte der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) am Montag in Dresden. «Der entscheidende Punkt wird sein, ob die ganzen Investitionen für die Entwicklung des ländlichen Raumes im Rahmen des Aufbau-Ost für die Katz waren oder nicht», sagte Antje Hermenau vom BVMW-Landeswirtschaftssenat Sachsen.

Eine Voraussetzung für eine Abmilderung der Abwanderung in die Schwarmstädte sei der Ausbau der Breitbandversorgung. Die Pläne der Staatsregierung seien angesichts der technischen Entwicklung bereits überholt. Wolle man das in den Landkreisen vorhandene «erhebliche wirtschaftliche Potenzial» halten, «geht es gar nicht anders, als die Digitalisierung dramatisch zu beschleunigen», sagte Hermenau.

Durch die Leuchtturmpolitik sei die in Sachsen ohnehin schneller als anderswo verlaufende Abwanderung vom Land in die Städte noch beschleunigt worden. «Diese Fehlentwicklung sollte zügig korrigiert werden», so Hermenau.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Matthias Hiekel

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