Der Krieg in der Ukraine sorgt für eine deutlich getrübte Stimmung bei der Wirtschaft in Sachsen und Ostdeutschland insgesamt. Das Ifo-Institut Dresden konstatierte mit Blick auf die ostdeutsche Wirtschaft, dass sich das Geschäftsklima massiv abgekühlt habe. «Ausschlaggebend für den Rückgang war die drastische Reduktion der Geschäftserwartungen in allen Wirtschaftsbereichen», stellten die Konjunkturexperten am Mittwoch fest. Zugleich meldete das Statistische Landesamt einen neuen Rekordwert bei der Inflation.
Der Geschäftsklimaindex sei auf 93,2 Punkte eingebrochen - im Vergleich zu 99,9 im Vormonat, teilte das Ifo-Institut mit. Im Februar hatte es noch einen Aufwärtstrend festgestellt.
Besonders pessimistisch blickten demnach viele Unternehmen auf die kommenden Monate. So brachen etwa die Erwartungen im Verarbeitenden Gewerbe deutlich ein. «Der zu Jahresbeginn vorherrschende Optimismus ist passé, die Unternehmen blickten überwiegend pessimistisch in die Zukunft», meldeten die Experten.
Das Ifo-Geschäftsklima Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.