Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat im vergangenen Jahr eine Rekord-Fördersumme ausgereicht. Bedingt durch die Corona-Pandemie seien die Leistungen deutlich über die der Vorjahre hinausgegangen, sagte die SAB-Vorstandsvorsitzende Katrin Leonhardt am Dienstag in Dresden. Im Jahr 2020 wurden demnach mehr als 105 000 Anträge mit einem Volumen von knapp 1,6 Milliarden an Corona-Hilfen bewilligt und ausgezahlt. Davon entfielen jeweils etwa die Hälfte auf das landeseigene Darlehen «Sachsen hilft sofort» sowie auf die Zuschüsse des Bundes.
Die Aufbaubank ist das zentrale Förderinstitut des Freistaats. Über sie laufen nicht nur die Beantragung und Auszahlung der Corona-Hilfen, sondern auch verschiedene Förderprogramme etwa für Familienwohnen, Bildung und Soziales. Insgesamt reichte die landeseigene Bank im Vorjahr rund 3,8 Milliarden Euro an Fördermitteln aus.
Allein die 17 Corona-Hilfsprogramme im vergangenen Jahr umzusetzen, sei ein Kraftakt gewesen, betonte Leonhardt. Laut SAB erhielten im vergangenen Jahr 54 Prozent der sächsischen Unternehmen eine Corona-Soforthilfe, darunter vor allem Dienstleistungsbetriebe mit zahlreichen Solo-Selbstständigen. «Daran zeigt sich auch, wer von der Corona-Krise besonders betroffen ist.»