Wegen der Energie-Krise müssen sich Besucher öffentlicher Schwimmbäder auf kühlere Wassertemperaturen einstellen. Viele sächsische Städte und Kommunen haben sich für Teilschließungen oder Einschränkungen entschieden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. So ist die Schwimmhalle in Grimma (Landkreis Leipzig) zwar geöffnet, die Sauna bleibt laut der Stadt aber «aus energetischen Gründen auf unbestimmte Zeit geschlossen».
In Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) und Groitzsch (Landkreis Leipzig) bleiben Bereiche wie Wärmebecken und kleinere Becken vorerst geschlossen. In wenig frequentierten Ferienzeiten sei auch Pirnas Sportschwimmhalle geschlossen, hieß es.
Auch andere Städte und Kommunen in Sachsen haben Maßnahmen eingeleitet, um die steigenden Energiekosten so gering wie möglich zu halten. Vielerorts - wie im vogtländischen Reichenbach - wurde die Freibadsaison zwar planmäßig abgehalten, jedoch soll die Wassertemperatur in vielen Hallenbädern gesenkt werden.
Das ist auch die Überlegung in Aue-Bad Schlema im Erzgebirgskreis. Eine niedrigere Wassertemperatur setze jedoch gleichzeitig die Absenkung der Lufttemperatur voraus, da die Differenz zwischen Wasser und Luft sonst zu groß wäre, erklärte die dortige Stadtverwaltung. Demnach darf der Unterschied zwischen Wasser und Luft maximal bei zwei Grad liegen. Andernfalls werde das Beckenwasser über die Luft erwärmt, wodurch wiederum die Energiekosten steigen.