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Zwangsverwaltung bringt Entlastung

Für den Oberbürgermeister von Kamenz ist sicheres Wohnen ein Menschenrecht, deshalb kümmert sich die Stadt um die Unsicherheit von Mieterinnen und Mietern der Kamenz Immobilien GmbH. Foto: Matthias Stark
Für den Oberbürgermeister von Kamenz ist sicheres Wohnen ein Menschenrecht, deshalb kümmert sich die Stadt um die Unsicherheit von Mieterinnen und Mietern der Kamenz Immobilien GmbH. Foto: Matthias Stark

Die Stadt Kamenz hat die Zwangsverwaltung der Kamenz Immobilien GmbH angeordnet, um 300 Wohnungen wieder ordnungsgemäß zu bewirtschaften und für sicheres Wohnen zu sorgen. Dies ist ein bedeutender Schritt für 700 betroffene Menschen.

Monatelange Unsicherheit hat ein Ende. Mit der gerichtlich angeordneten Zwangsverwaltung der Kamenz Immobilien GmbH stellt die Stadt Kamenz die ordnungsgemäße Bewirtschaftung von rund 300 Wohnungen sicher – und sendet ein klares Signal: Wohnen ist ein Menschenrecht, keine Ware.

Die Erleichterung ist spürbar bei vielen Mieterinnen und Mietern in Kamenz-Ost und im Ortsteil Wiesa. Rund 700 Menschen, die in etwa 300 Wohnungen der Kamenz Immobilien GmbH leben, können wieder aufatmen. Die Stadt Kamenz hat beim Amtsgericht Bautzen erfolgreich die Zwangsverwaltung der Immobilien erwirkt und damit ein deutliches Zeichen gesetzt: Sicheres Wohnen ist nicht verhandelbar.

Oberbürgermeister Michael Preuß betont, dass Wohnen weit mehr sei als ein Dach über dem Kopf. Es bedeute Privatsphäre, Sicherheit, Rückzugsraum und die Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung. „Wohnen ist ein Menschenrecht und eigentlich keine Ware“, so die klare Haltung. Wenn Wohnungsunternehmen diese Verantwortung aus dem Blick verlieren und wirtschaftliche Interessen über das Wohl der Bewohner stellen, sei die öffentliche Hand gefordert, einzugreifen.

Mit der gerichtlich bestellten Zwangsverwalterin ist nun gewährleistet, dass die Mieteinnahmen und Nebenkostenvorauszahlungen künftig wieder zweckgemäß verwendet werden – etwa für die Bezahlung von Ver- und Entsorgungsleistungen wie Wasser, Abwasser, Fernwärme und Abfall sowie für dringend notwendige Instandhaltungen an den Gebäuden. Damit wird die Grundlage für ein stabiles und sicheres Wohnumfeld geschaffen.

Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet dies auch einen Wechsel des Ansprechpartners. Die Zwangsverwalterin wird zeitnah direkt Kontakt aufnehmen, dass weitere Vorgehen erläutern und über organisatorische Änderungen informieren. Ab Februar 2026 sollen die Mieten auf ein separates Verwalterkonto gezahlt werden, um volle Transparenz und eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung sicherzustellen.

Eng abgestimmt wurde das Vorgehen zudem mit den zuständigen Ver- und Entsorgungsunternehmen, insbesondere mit der ewag Kamenz. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten trägt maßgeblich dazu bei, die angespannte Situation zu beruhigen.

Für Oberbürgermeister Preuß ist klar: Mit diesem Schritt endet eine Phase der Unsicherheit und Aufregung. Die Stadt Kamenz übernimmt Verantwortung – für ihre Bürgerinnen und Bürger und für das Recht auf sicheres, würdiges Wohnen.

METIS