Die Aufstellung von Bebauungsplänen für zwei Gewerbegebiete auf landwirtschaftlich genutzten Flächen hatte im Jahr 2024 in Radeberg zur Gründung einer Bürgerinitiativen geführt. Diese strebte ein Bürgerbegehren für einem Bürgerentscheid an. Auch in der Nachbargemeinde Arnsdorf gründete sich eine solche Bürgerinitiative. Parallel zur Bundestagswahl hatten die Bürger beider Gemeinden dann die Möglichkeit, sich per Bürgerentscheid für oder gegen die Weiterführung des Planungsprozesses auszusprechen.
In Radeberg stimmten damals etwas mehr als 61 Prozent der Wähler für die Fortsetzung dieses Prozesses zu den Gewerbegebieten zwischen Radeberg und Wallroda sowie zwischen Großerkmannsdorf und Kleinwolmsdorf. Mit diesem Votum erteilte die Bevölkerung dem Stadtrat den Auftrag zur Prüfung, ob und in welchem Umfang Gewerbeflächen ausgewiesen werden können. Die Wahlbeteiligung lag in Radeberg bei etwa 77 Prozent. In der Gemeinde Arnsdorf hatten sich bei etwas geringerer Wahlbeteiligung etwa 60 Prozent der Wähler gegen die Gewerbegebiete entscheiden. Für die dortige Bürgerinitiative galt das ein starkes Zeichen des Bürgerwillens.