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Sächsische Behörden suchen russischen Schwerverbrecher

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. / Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. / Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Im Zuge einer Europool-Kampagne fahnden die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen nach einem mit europäischem Haftbefehl gesuchten Schwerverbrecher. Der 53-Jährige ist russischer Staatsbürger und rechtskräftig verurteilt, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Er sei im August 2018 während des Prozesses wegen versuchter schwerer Erpressung aus Deutschland geflohen, im Januar 2020 in Abwesenheit schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

Die Ermittler vermuten den Mann, der als gefährlich gilt, bei seiner in der russischen Teilrepublik Tschetschenien lebenden zweiten Ehefrau. Es lägen aber auch Hinweise zu Aufenthalten in Schweden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Belarus vor. Der Gesuchte habe neben seinem russischen Pass einen in Schweden ausgestellten Flüchtlingspass mit falschem Namen und könne auch unter einem weiteren Namen auftreten.

Er wird als 1,89 Meter groß und schlank, mit dunkelbraunem Haar und eventuell Vollbart, blauen Augen sowie je einer Narbe an der linken und rechten Wange als Auffälligkeit beschrieben. Der Gesuchte spricht Russisch, Tschetschenisch sowie gebrochen Deutsch und Schwedisch. Die Ermittler hoffen auf Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes.

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