In Dresden ist die Silvesternacht aus Sicht der Feuerwehr sehr friedlich verlaufen. Es seien bisher keine Angriffe auf Einsatzkräfte bekannt geworden, sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre. «Das ist toll.» Das Einsatzaufkommen sei wie erwartet höher als an einem normalen Wochentag gewesen.
Im gesamten Leitstellenbereich, der neben Dresden auch die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge umfasst, gab es über 100 Brandeinsätze sowie rund 50 Notfallrettungs-Einsätze im Zusammenhang mit der Silvesternacht. Zudem verursachte zusätzlich Glätte auf den Straßen ab dem Silvesternachmittag zahlreiche Unfälle. 22 Notrufe gingen diesbezüglich ein.
Ein Drittel weniger Brandeinsätze in Dresden
In Dresden rückte die Feuerwehr innerhalb von 24 Stunden zu 68 Brandeinsätzen aus - das waren gut ein Drittel weniger als im Vorjahr. Den Schwerpunkt bildeten erneut Brände von Müllcontainern und Abfallbehältern sowie von nicht vollständig abgebrannten Feuerwerkskörpern.
Brand macht Erdgeschosswohnung unbewohnbar
Den umfangreichsten Einsatz hatten die Einsatzkräfte im Stadtteil Striesen zu bewältigen. Auf dem Balkon einer Erdgeschosswohnung war ein Brand ausgebrochen, der sich auf die Wohnung ausweitete und auf die darüberliegende Wohnung überzugreifen drohte.
Nachbarn retteten die beiden Bewohner aus der stark verrauchten Wohnung. Der 63-Jährige und die 56-Jährige kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Ihre Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Weitere Bewohner mussten das Haus aufgrund der starken Rauchentwicklung vorübergehend verlassen und wurden in einem Bus betreut. Sie konnten nach Einsatzende wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Rettungsdienst mit etwas mehr Einsätzen
Der Rettungsdienst wurde in Dresden zu 309 Einsätzen gerufen, darunter 32 im direkten Zusammenhang mit der Silvesternacht. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verletzungsmuster reichten von Alkoholvergiftungen über Verbrennungen an Händen, Armen, Beinen und im Gesicht durch Feuerwerkskörper bis hin zu Verletzungen infolge von Gewalteinwirkungen.
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