Immer mehr Menschen verunglücken in den sächsischen Mittelgebirgen mit dem Rad. Mit 47 Einsätzen habe man einen Höchststand an Bikeunfällen registriert, teilte die Bergwacht in Eibenstock bei der Jahresbilanz mit. In der öffentlichen Wahrnehmung würden in den warmen Monaten vor allem Kletterunfälle das Geschehen bestimmen. Die Einsatzstatistik spreche hier aber eine differenziertere Sprache.
Zunehmend schwere Verletzungen
«So sind die reinen Kletterunfälle in Sachsen mit 20 Einsätzen - 18 davon in der Sächsischen Schweiz - sogar niedriger als im Vorjahr», hieß es. 2024 mussten die Bergretter zu 21 Kletterunfällen in ganz Sachsen ausrücken, davon 16 in der Sächsischen Schweiz. «Was in diesem Jahr heraussticht, ist die Schwere der Verletzungen bei Kletter- wie auch bei Stiegenunfällen.»
Für einige Bergsteiger gingen die Unfälle tödlich aus. Im September stürzte ein 63 Jahre alter Mann am Felsgipfel «Mönch» bei Rathen aus rund 15 Metern Höhe ab und kam dabei ums Leben. Im August kam für einen 58-Jährigen im Kletterpark Pirna-Liebethal jede Hilfe zu spät. Er war aus etwa 14 Metern abgestürzt.